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Herkunft
Der West Highland White Terrier entstammt
aus dem Nordwesten Schottlands, wurde dort als Arbeitshund und für
die Jagd gezüchtet.
Der berühmte viktorianische Tiermaler Sir
Edwin Landseer bestätigt dies mit seinen zwei Gemälden, die etwa um
1839 entstanden. Sein Gemälde
Sporting Dogs
enthält auch einen West Highland White Terrier, sein berühmtes
Gemälde
Dignity and Impudence zeigt zwei Hunde, einen Booldhound und einen zweiten
Impudence, als Westie unverkennbar.
Die Original-Arbeitsterrier wurden zur
Jagd auf Fuchs, Dachs und Otter eingesetzt. Die Hauptanforderung
ging deshalb auf einen kleinen, aktiven
Hund der seiner Beute auch durch raues
und struppiges Gelände folgen konnte, auch in schmale Felshöhlen
einzudringen vermochte. Der hohe Wert dieser kleinen „Erdhunde“ wird
aus einer Geschichte Anfang des 17. Jahrhunderts dokumentiert. King
James I. Und VI. von Schottland schickte dem König von Frankreich
einige Hunde, gab persönlich Anweisungen, sie auf zwei verschiedenen
Schiffen zu transportieren, für den Fall, dass ein Schiff untergehen
könnte.
Weiße
Terrier
Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden weiße
Terrier von ihren gestromten, schwarzen oder roten Vettern getrennt
gezüchtet, aus den farbigen züchtete man später Scottisch Terrier
und Cairn Terrier.
Die Legende berichtet, dass erst ein
Unfall dazu führte, die Gewohnheit weiße oder heller gefärbte Welpen
auszumerzen, zu durchbrechen. Colonel Malcolm aus Poltalloch,
Argyllshire, besaß einen roten Lieblingsterrier. Dieser Rüde wurde
bei einer Jagd mit einem Fuchs verwechselt, irrtümlich erschossen,
so bestimmte Colonel Malcolm, nur noch weiße Terrier zu züchten, die
man auf der Jagd leichter erkennen konnte. Schon immer war Colonel
Malcolm ein Pionier bei der Zucht von Arbeitsterriern, jetzt
entstanden in seinem Zwinger weiße Terrier einer eigenen Linie und
eigenen Typs, die der Rasse der heutigen West Highland White Terrier
sehr ähneln. Damals kannte man sie als
Poltalloch
Terrier. Cairn Terrier und Westie wurden aber bis 1917
in den Vereinigten Staaten weiter gemeinsam gezüchtet, in England
sogar bis 1925.
Selbst heute findet man deshalb zuweilen
bei einem Cairn Terrier weiße Haare, bei einem Westie hin und wieder
auch noch schwarze Haare. Es gab auch kleine weiße Terrier – als
Roseneath Terrier bekannt, sie züchtete
der Duke of Argyll auf seinen Gütern in Roseneath. Diese Hunde
ähnelten den Poltalloch Terriern weitgehend, bald wurden diese
beiden Schläge zu einer einzigen Rasse verbunden.
Anerkennung der eigenen Rasse
Die frühen Züchter, insbesondere Colonel
Malcolm, betonten in ihren Schriften, dass der Westie immer ein
aktiver Terrier sein sollte, dass man ihm keinesfalls erlauben dürfe
in der Front zu breit oder im Rippenkorb zu aufgewölbt zu werden,
andernfalls hätte er Schwierigkeiten, seiner Beute zu folgen. In
dieser Zeit entwickelte sich der Scottish Terrier zu dem schweren
und breiten Hund, wie wir in heute kennen.
Im Jahre 1906 beschlossen die Aussteller
der weißen Terrier, ihre Rasse
West Highland
White
Terrier zu nennen, eigene Rassezuchtvereine wurden
gegründet. Pionierstellung nahm Schottland ein, aber bereits sechs
Monate später wurde der
West Highland
White Terrier Club
of England
gegründet. 1907 wurde die Rasse auf Crufts ausgestellt, und es
dauerte nur kurze Zeit, bis die neue Rasse in der Hundewelt Anklang
fand. Bereits 1908 wurden die ersten Vertreter der neuen Rasse vom
American
Kennel Club eingetragen – ein ganz wichtiger Durchbrauch
für die kleinenweißen Terrier aus den Highlands of Scotland.
Nur ein Jahr lang nannte man die Hunde in
den USA Roseneath Terrier, bereits im Mai 1909 wurde die Bezeichnung
des West Highland White Terrier übernommen, bereits in diesem Jahr
wurden vom AKC vierzehn Rüden und zehn Hündinnen eingetragen. Noch
im gleichen Jahr wurde auch der
West Highland
Terrier Club of Amerika gegründet.
Quelle:West Highland white Terrier von Sheila Cleland
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